Digitalisieren von Sammelrouten: Eine neue Perspektive
Der Abfallkalender ist erstellt, es ist klar, an welchen Tagen bei welchen Adressen die Abholung erfolgen soll. Was ist der nächste Schritt? Alles soll für das Team aus Planer und Fahrer praktikabel gestaltet sein. Wie also sollen neue oder angepasste Routen abgefahren werden?
In diesem Artikel führen wir Sie durch die Verwaltung von Sammelrouten, eine Aufgabe, die nie ganz abgeschlossen ist. Sie nimmt viel Zeit in Anspruch und stellt, soll sie richtig umgesetzt werden, eine mühsame Angelegenheit dar. In der Praxis zeigt sich, dass die Routen beständig angepasst werden müssen, womit jedes Mal Zeit verlorengeht. Wir denken, dass es an der Zeit ist, mit anderen Augen auf das Management der Abholrouten und die Betreuung der Fahrer zu schauen!
Die aktuelle Situation
Bevor wir darauf eingehen, was verändert werden kann, wollen wir einen Blick auf die aktuelle Situation werfen (und darauf, wie es mit der Routennavigation von Jewel bisher funktioniert). Wodurch zeichnet die heutige Situation sich also aus?
Feste Routen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie feste Routen für Ihre Sammelgebiete festgelegt. Die Route wird im Voraus festgelegt und wird von den Fahrern schlicht abgefahren. Doch wer bestimmt, welche die beste Route ist? Die Planer, die Disponenten oder die Fahrer selbst?
Ein zeitaufwendiger Prozess. Sobald die Entscheidung getroffen wurde, wer über die Routenplanung bestimmt, steht das nächste Problem an: Die Digitalisierung von Routen nimmt viel Zeit in Anspruch. Die Routen müssen diskutiert, gezeichnet, getestet und erst dann endgültig festgelegt werden. Dieser Vorgang wird für jede Route wiederholt – wobei schnell eine unüberschaubare Anzahl zusammenkommt.
Auch die Verwaltung der Routen nimmt Zeit in Anspruch. Jede Änderung – z. B. zusätzliche Abholungen durch Neubauten, aber auch Änderungen im Straßenverlauf – erfordert eine Anpassung der betreffenden Route. So entsteht ein fortwährender Arbeitsaufwand, der nie wirklich beendet ist. Die Flexibilität nimmt dadurch insgesamt ab.

Die Fahrroutine als kritischer Punkt. Für völlig neue Routen nutzen die Fahrer die Routennavigation. Doch sobald sie die Route kennen, nutzen sie das Tablet mit der Routennavigation deutlich seltener. In der Praxis sehen wir, dass die Routennavigation beinahe ausschließlich von neuen oder nur vorübergehend eingestellten Fahrer genutzt wird, die mit den Routen nicht vertraut sind – nicht jedoch von den Kräften, die seit längerer Zeit auf einer bestimmten Route unterwegs sind. Später vorgenommene Veränderungen erreichen die Fahrer daher häufig nicht.
Probleme im Straßenverkehr. Software erleichtert vieles; doch besonders in Ausnahmesituationen sind Menschen deutlich besser in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ist eine Straße gesperrt? In diesem Fall können die Fahrer oft selbst viel besser eine gute Alternativroute finden und bestimmen, wie bezüglich nicht erreichbarer Orte verfahren wird. Wenn ein Fahrer sich verspätet oder nicht in der Lage ist, die Route fortzusetzen, muss dies telefonisch durchgegeben werden, woraufhin Kollegen die Arbeit übernehmen müssen. Dies zu koordinieren, ist eine große Aufgabe.
Interaktion und Übersicht. Bei der Routennavigation ist der Fortschritt der Route nicht ständig sichtbar. Die Fahrer sehen nicht sofort, wie weit sie sind – ebenso wenig wie die Disposition. Das bedeutet, dass die Planer nicht einfach vorausschauen und koordinieren können. Das schränkt die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Planer/Teamleiter ein.
Wie kann es dennoch funktionieren?
Wir haben verschiedene Schwierigkeiten der aktuellen Routennavigation und des Fahrerführungssystems erwähnt. Auf der Suche nach einer Lösung, die effizient und einfach in der Anwendung ist, haben wir die gebietsbasierte Abfallsammlung entwickelt. Diese stellt einen ganz anderen Ansatz mit neuen Möglichkeiten dar. Wie genau sieht das aus?
- Bereiche anstelle fester Routen. Die Adressen, an denen Abholungen stattfinden sollen, bilden einen Bereich. Die Fahrer können auf ihrem Tablet sehen, in welchem Bereich sie etwas abholen müssen. Alle Straßen, in denen sich Abholorte befinden, sind ebenso deutlich gekennzeichnet wie der Startpunkt. Alles Weitere ist den Fahrern überlassen.
Die Vorbereitung des Sammelbereichs nimmt weniger Zeit in Anspruch. Im Rahmen der Vorbereitung müssen keine Routen mehr entworfen werden. Stattdessen werden nur noch Gebiete festgelegt, was schnell und einfach möglich ist. Arbeiten Sie bereits mit Jewel, sind die Bereiche sogar bereits vorgegeben. - Kontinuierliches Fortschrittsübersicht. Auf der digitalen Karte können die Fahrer genau sehen, wo sie schon waren und welche Straßen noch zu erledigen sind. Da fertige Straßen abgehakt sind, ist genau zu erkennen, wo etwas übersehen wurde. Am Ende einer Fahrt können die Fahrer so nochmals überprüfen, ob Straßen ausgelassen wurden.
Auch die Mitarbeitenden im Büro sehen den Fortschritt auf der Straße. Das unterstützt das vorausschauende Planen, sodass eventuell notwendige Anpassungen rechtzeitig vorgenommen werden können. Die Zusammenarbeit zwischen Büro und Sammelfahrzeug gestaltet sich so optimal. - Gemeinsam arbeiten. Weil jeder einen Einblick in den Fortschritt hat, wird das Helfen einfacher. Bei einer Kooperation können mehrere Fahrer gemeinsam in einem Bereich arbeiten und sehen, was bereits erledigt wurde und was noch aussteht. Auch beim Ausfall eines Fahrzeugs können alle Arbeiten so problemlos fertiggestellt werden.
Die Fahrer können über die App ganz einfach Feedback zur Arbeit geben. Das liefert Informationen, die sofort im Büro verarbeitet werden können. - Kontinuierliche Verbesserung der Bereiche. Das Vornehmen kleinerer Anpassungen stellt nicht länger einen zeitraubenden Prozess dar. Hat ein Fahrer oder eine Fahrerin einen Verbesserungsvorschlag eingereicht? Hat sich in einer bestimmten Straße etwas verändert? Sie können Anpassungen nun im Handumdrehen vornehmen, ohne ganze Routen neu festlegen zu müssen. Das spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch die Fehleranfälligkeit.
Die Ergebnisse der Umsetzung stehen zur Verfügung, um den gesamten Prozess optimieren zu können und so beständig höchste Qualität zu gewährleisten. - Reduktion von Beschwerden. Durch das Einsehen des Fortschritts und die kontinuierlichen kleinen Anpassungen der Sammelgebiete werden Kundenbeschwerden deutlich reduziert. Unserem Kunden Cyclus ist es so gelungen, die Zahl der Beschwerden zu halbieren.
Entdecken Sie die gebietsbasierte Abfallsammlung von Jewel
Die gebietsbasierte Abfallsammlung bietet mehr Einblick, weniger Kundenbeschwerden und vor allem zufriedene Fahrer, die dieses Tool gerne nutzen.
Sind Sie neugierig auf alle Möglichkeiten unserer neuen App? Mehr dazu erfahren Sie in unserem Produktblatt.
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